Beyeler Optik am Theater Basel lanciert als erstes Optikgeschäft eine eigene Brillenkollektion,
die ausschliesslich Basel gewidmet ist.
Der Mensch sehnt sich ja immer mal wieder nach Einzigartigkeit; wieso also nicht auch, wenn es um seine persönliche Brille geht? Um seine ganz individuelle und einmalige Brille, die niemand sonst trägt und die dazu mit einer besonderen Geschichte verknüpft ist? Die beiden Inhaber und Geschäftsführer von Beyeler Optik, Jörg M. Nömer und Christian Jauslin, machen diese Sehnsucht wahr und erfüllen sich damit einen eigenen Wunsch. Mit dem Label Rheinknie schufen die beiden kurz nach der Übernahme des Geschäfts eine Brillenkollektion, die ganz unserer Stadt, der Stadt am Rheinknie, gewidmet ist. Selbstverständlich deshalb, das die Designs zu jedem Rahmen den ureigenen Ideen der beiden entsprangen. Markante Orte entlang der beiden Rheinufer lieferten die Inspiration für deren Gestaltung. Die ersten 24 Modelle der Kollektion sind deshalb besonderen Orten zwischen den beiden Grenzen Basels, Kraftwerkinsel in Birsfelden und Dreiländereck gewidmet. Besonders originell und gleichzeitig enigmatisch sind die Modellbezeichnungen. So heisst beispielsweise eine Brille R-KM 166.3 Sie ist inspiriert von der Leu-Fähre. Doch wie soll man das wissen? Jörg Nömer als ehemaliger begeisterter Kajakfahrer hat sich den Code ausgedacht, den jeder lesen kann, wenn er einmal weiss, was dahinter steckt: «R-KM steht für Rheinkilometer!» erklärt er schmunzelnd, «Das ist die Anzahl Kilometer, gemessen ab dem Rheinaustritt vom Bodenseee.»
Einer der beiden Brillenbügel trägt damit den Rheinkilometerstand, an dem sich die Leu-Fähre befindet. «Ein weiterer Code steckt im Design der Brillengestelle», ergänzt Christian Jauslin, der jüngere der beiden, «wir haben Anspielungen an die der Brille zugeordneten Orte gemacht. So sind beispielsweise Brillen rahmenlos, die zu den Fähren gehören, um damit auf das Losgelöste der Fähren anzuspielen. Brillen, die mit Brücken assoziiert sind, haben einen nach unten offenen Rahmen». Ehrlich gesagt, der Schreibende leidet, fühlt er sich in diesem Moment design-philosophisch gefordert.
«Auch beim Material haben wir uns für das Besondere entschieden,» erklärt Christian Jauslin anschliessend, «unsere Entwürfe materialisieren sich in einer Brillenmanufaktur in der Schweiz, sie werden aus dem Horn des Wasserbüffels gefertigt.» Die besten und schönsten Teile des Horns werden dazu in dünne Blätter gesägt, ähnlich wie ein Furnier. Dann werden sie mit Naturklebstoff miteinander verleimt. Erst dadurch erhält das Horn die notwendige Steifigkeit für Rahmen und Bügel der Brille. Durch das Verkleben der unterschiedlich gemaserten Schichten entstehen reizvolle Muster und Farben. Für besondere Effekte lassen sich auch andere Materialien zwischen die Hornschichten laminieren. «Meine Brille beispielsweise,» sagt Jörg M. Nömer, «zeigt auf den Bügeln das Muster einer Schlangenhaut. Die stammt von einer Wasserschlange. Das Modell, übrigens zur Zeit eines unserer exklusivsten, ist der Birsigmündung gewidmet. Die Wasserschlange kommt deshalb ins Spiel, weil der Birsig weiter oben am Vivarium vorbeigeflossen ist.» Jetzt haut es den Schreibenden restlos um. Vor Begeisterung über diese Idee und deren so kreative wie eben auch funktionelle Umsetzung. Beyeler Optik ist Varilux Spezialist.